Altpapier vom Freitag

Von: katrin
19. Dezember 2008

Bleibt alles anders: Die Journalistenausbildung ist in Gefahr (zumindest in Berlin), ein Nachrichtenportal geriert sich als hysterisches Federvieh, die «Berliner Zeitung» spart sich eine Ausgabe und «redaktionelle Inhalte» sind manches Mal gar keine solchen.

Und dann ist da noch der Verleger eben jener «redaktionellen Inhalte», der als Belletrist in die Geschichte eingehen will:

Gleich werden ihn wieder die bohrenden Gedanken überfallen, wie Fledermäuse, so lautlos, mit untrügerischem Instinkt, ihr Ziel auf dem schnellsten Weg zu erreichen, mit mächtigen, weit ausholenden Schwingen, den winzigen Kopf mit den aufgerissenen Augen nach vorne gestreckt, immer wieder derselbe stechende Schmerz: Warum ist sie fort?

Nein, der Autor dieser erregend expressiven Zeilen meint nicht diese Kolumne und auch nicht die journalistische Moral seiner Blätter. Oder doch? Ist schließlich ausdrücklich als Literatur etikettiert: Die Sätze entstammen Alfred Neven DuMonts Debutroman, der im kommenden Frühjahr erscheinen wird (und zwar nicht im eigenen Verlag!).

Diejenige, nach der sich die Hauptfigur Albert so furchtbar sehnt, ist übrigens seine Tochter namens «Glorie».

Was das nun wieder bedeutet, erfahren Sie von uns freilich nicht mehr.

Erschienen in der Netzeitung.

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