
Dass an drei Tagen in diesem Monat einfach überhaupt gar keine Lesungen stattfinden wollten, kam uns durchaus ein bisschen komisch vor, als wir den Literaturkalender zusammen bastelten. Nur ahnten wir lange Zeit nicht, wie richtig wir mit dieser Einschätzung lagen. Bis irgendwer dann etwas von Fasching faselte, wir uns kräftig gegen´s Hirn schlugen und unsere Erkenntnis der Lage mit einem Seufzer kundtaten.
Keine Angst, wir wollen Sie jetzt gar nicht weiter mit den Analogien zwischen Fasching und Literatur – nur kurz, ok? Also: die Maskerade! das Rollenspiel! die moralische Unbeschwertheit! – belangen und belasten, sondern reden lieber ohne diskursive Umwege frei heraus: Auch der KLAPPENTEXT hatte diesen Monat keine Lust, sich an die selbst auferlegten Regeln zu halten, und treibt´s deswegen ebenfalls ein wenig bunt.
Weil gar so viele schöne Literaturdinge in diesem Monat in München passieren, konnte er sich jedenfalls nicht mit der Redaktion auf ein einziges Thema einigen, und widmet sich deswegen – manche würden das jetzt eine Konzentration auf die Kernkompetenz nennen; sollen sie doch! – mehreren Protagonisten dieses Münchner Februars. Kurt Drawerts neuem Roman zum Beispiel, der den wunderbaren Titel „Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte“ trägt. Und der Literaturzeitschrift „Bella triste“. Und dem Mairisch-Verlag anhand eines Hörbuchs, das dort erschienen ist.
Aber was reden wir uns hier schon wieder in die literarische Rage … Lesen Sie doch einfach selbst!
Viel Spaß dabei wünscht:
Ihre KLAPPENTEXT-Redaktion
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KLAPPENTEXT No. 10, Februar 2009: Das bunte Treiben
Februar 1st, 2009 § 0