Gestern Nacht bin ich völlig vor dem Fernseher hängen geblieben, weil ich´s einfach nicht glauben wollte. Die grandiose Serie “Life” war eben vorbei, die Zigarette aber noch nicht aus, so dass bereits “Crossing Jordan” begann – was ich früher gut ansehen konnte, mich dann aber sehr zu nerven begann, da diese Serie plötzlich ebenfalls begann, die Ermittler selbst ins Zentrum der Fälle zu rücken, sie also nicht mehr nur als deren Sub-, sondern auch Objekte zu begreifen. Das war, wie ich sehe, schon vor zweieinhalb Jahren arg in Mode, da habe ich einmal für den Freitag drüber geschrieben.
“Crossing Jordan” begann also, die Pathologin Jordan – dem die Serie den hübsch zweideutigen Titel verdankt (oder war´s vice versa?) – hatte plötzlich (wie gesagt: lange nicht gesehen) eine Praktikantin an ihrer Seite. Und diese Praktikantin wurde gespielt von Jennifer Finnigan, die ich bis dato nur aus “Close to Home” kannte, das ebenfalls kurzzeitig bei Vox zu sehen war, mittlerweile aber von CBS (und damit auch von Vox) nach nur zwei Staffeln eingestellt wurde.
So weit, so gut – doch dann kam der Vater des Opfers in die Pathologie. Und der wurde gespielt von Robert Gossett, den ich bis dato nur als Commander Taylor aus “The Closer” (ebenfalls Vox) kannte. Und als mich noch darüber wunderte, begann die zweite Folge, in der eine Rettungssanitäterin die Täterin war. Und die wurde gespielt von – na, Idee? Ok: von Emily Deschanel, die mir bis dato nur als Temperance Brennan vulgo “Bones” bekannt war. In Erwartung krudester Träume habe ich den Fernseher dann endgültig ausgeschaltet. Die kamen zwar nicht, war aber trotzdem besser so.
Seriendarstellerdurcheinander bei Vox
Dezember 17th, 2009 § 0